Informationen zum Projekt

 

Die Idee für einen Internationalen Naturpark Rätikon wurde von den Prättigauer Gemeinden

Grüsch, Klosters-Serneus, Küblis, Luzein, Schiers und Seewis aufgenommen

und wird nun mithilfe der Regionalentwicklung Prättigau/Davos vorangetrieben.

Bund und Kanton unterstützen die Bestrebungen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik.

 

In Österreich stehen die Gemeinden im Montafon und im Walgau der Idee

laut einer ersten Abklärung sehr positiv gegenüber.

Dies gilt auch für das Land Vorarlberg.

 

Im Fürstentum Liechtenstein unterstützen alle Gemeinden gemeinsam die Idee

und wollen diese zusammen mit dem Land voranbringen.

 

Warum ein Naturpark?

 

Die Idee eines Regionalen Naturparks Rätikon wurde von der Regionalentwicklung Prättigau/Davos mit der Zielsetzung aufgegriffen, das Potenzial und die Chancen im natur- und kulturnahen Tourismus im Rätikon besser zu nutzen und eine tragfähige Plattform für Entwicklung und Betrieb von Angeboten und Dienstleistungen zu schaffen.

 

Aufgrund der Lage und der positiven Erfahrungen im Rahmen von Interreg-Projekten ist die Grenzüberschreitung in Richtung Montafon/Walgau und auch ins Fürstentum Liechtenstein eine sehr naheliegende Idee. Wir sind überzeugt, dass der Rätikon mit seiner einmaligen Berglandschaft mehr Wertschätzung erfahren kann als heute.

 

Bitte keine Missverständnisse!

 

Aus einem Regionalen Naturpark gemäss Schweizer Vorgaben ergibt sich kein zusätzliches Schutzgebiet. Er ist auf keinen Fall mit einem Nationalpark gleichzusetzen, insbesondere nicht mit dem gescheiterten Parkprojekt Adula in Graubünden. Es wird keine einzige neue Vorschrift erlassen, auch ergeben sich keine Veränderungen für Landwirtschaft, Alpen, Jagd, Forst, Wanderwege usw.

 

Der Mehrwert eines Regionalen Naturparks liegt in einer gemeinsamen Grundhaltung der beteiligten Gemeinden, in der Definition von gemeinsamen Zielen und Projekten. Regionale Naturpärke setzen sich für den Erhalt und die Aufwertung der vorhandenen Natur- und Kulturwerte ein und streben eine nachhaltige regionale Entwicklung an. Dafür stehen in der Parkorganisation Fachleute und Mittel zur Verfügung.

 

 

 

Die nächsten Schritte

 

Nach positiven Vorabklärungen wird nun eine breit angelegte Machbarkeitsstudie in Angriff genommen. Mit ihr soll in einem breit angelegten Prozess unter Einbezug von Bevölkerung und Interessensgruppen das Potenzial für einen Naturpark im Rätikon geklärt werden (Natur und Landschaft, Tourismus, Kultur, Landwirtschaft, Bildung und weitere Bereiche).

 

Der Abschluss der Machbarkeitsstudie ist im Frühling 2019 geplant.

 

Das letzte Wort bei der Errichtung eines Naturparks hat auf jeden Fall die Bevölkerung. In der Schweiz sind zustimmende Beschlüsse von Gemeindeversammlungen notwendig.